Welche Fahrzeugklassen fahren wir in unserem Club?

Der Schwerpunkt in unserem Club liegt bei den sogenannten Flexi-Cars. Im Unterschied zu den bekannten „Carrera“-Autos mit detaillierter Hartplastikkarosserie, steht bei diesen Autos eher die Geschwindigkeit im Vordergrund.

Ein Flexi-Car besteht aus einem Edelstahlchassis, einem starken Motor, Hinterachse mit Rädern und Getriebe und einer Lexankarosserie. Eine durchgehende Vorderachse sucht man vergeblich. Die Autos sind so leicht, dass sie ohne nennenswerte Reibung auf den Schleifern gleiten können.

 

Was bedeutet Flexi-Car?

Flexi-Car des SAC Stolberg

Chassis JK Aeolos C43

Die ersten günstigen, aus Stahlblech gestanzten, Großserienchassis, brachte Anfang der 80er die amerikanische Firma Parma auf den Markt. Das Chassis erhielt den Verkaufsnamen „Flexi-Kar®“ (ja, mit K) und sorgte sofort weltweit für eine Wiederbelebung unseres Hobbys. Es war für jedermann bezahlbar und hatte eine, für die damalige Zeit und seinen einfachen Aufbau, sehr gute Straßenlage. Deshalb wurde es international in vielen Anfängerklassen eingesetzt. Der Name hat sich für diese Art Fahrzeuge bis heute gehalten (Parma verkauft übrigens aktuell die Version „FlexiKar 5“).

 

Was kann an den Autos kaputt gehen?

So gut wie nichts! Die Edelstahlchassis sind sehr stabil. Sollte sich trotzdem einmal etwas verbiegen, kann es leicht wieder gerichtet werden. Einmal aufgebaut, fährt ein Flexi-Car problemlos eine ganze Saison lang. Danach müssen nur wenige Verschleißteile erneuert werden, um das Auto für die nächste Rennsaison vorzubereiten.

 

Sind Lexankarosserien nicht langweilig?

Flexi-Car des SAC Stolberg

Flexi-Car mit Bentley-Karosserie

Ganz und gar nicht. Es gibt die verschiedensten Bauformen wie z. B. aktuelle Tourenwagen, Sportwagen und LeMans Prototypen, die wir im Club fahren. Aber auch Formel-Karosserien, Young- und Oldtimer und Trucks sind erhältlich.

Wer möchte, fährt eine Lexankarosserie, die realen Rennautos sehr ähnlich nachempfunden sind.

 

 

 

Ich habe gehört, dass Fexi-Cars viel zu schnell sind.

Die Flexi-Klasse, die im SAC gefahren wird, ist schneller als ein Carrera-Auto. Aber immer noch sehr gut beherrschbar. Aufgrund der extrem guten Straßenlage finden viele Fahrer diese Fahrzeuge sogar leichter fahrbar als ein Carrera-Auto. Spätestens, sobald man einmal den Rhythmus der Bahn gefunden hat.

Wir fahren nicht die berüchtigten Wing-Cars, die extrem schnell und sehr teuer sind. Sie werden oft mit den Flexi-Cars verwechselt oder durcheinander geworfen (wie z.B. bei Wikipedia 🙁 ). Die Rundenzeiten auf unserer 30 Meter Holzbahn liegen bei 3 bis 3,5 Sekunden. Ein gutes Carrera-Auto ist nur ca. eine Sekunde langsamer.

 

Fahrt Ihr sonst nichts anderes?

Scaleautos des SAC Stolberg

Scaleauto GT3 in „Race Action“

Doch, tun wir. Auch Flexi-Fahrer mögen richtig schöne Autos. Deshalb fahren wir regelmäßig GT3 Autos des Herstellers Scaleauto im Maßstab 1:24. Diese Autos haben ebenfalls ein robustes Metalchassis. Darauf sitzt eine schön detaillierte Hartplastikkarosserie eines aktuellen GT3 Rennautos.

 

Muss ich von Anfang an ein eigenes Auto haben?

Nein, musst Du nicht. Einmal im Monat fahren wir mit Leihautos. Diese Rennserie eignet sich besonders, um die Flexi-Cars kennenzulernen. Du bekommst einen Leihregler und fährst, wie alle anderen an diesem Abend, mit unserer Einsteigerklasse, dem SAC Tourenwagen-Cup. Die Geschwindigkeit liegt etwa in der Mitte zwischen den Scaleautos und den schnellen Flexi-Cars.
Die anderen Rennserien, SAC Flexi Cup und Beetle Cup, kannst Du anfangs mit einem unserer Gästeautos mitfahren, bevor Du Dich entscheidest, ein eigenes Auto aufzubauen.

 

Ihr habt viel mehr Erfahrung, als ich. Kann ich überhaupt bei Euch mithalten?

Das geht ganz schnell. Der Vorteil eines Clubs ist, dass man ganz viele Tipps und aktive Schrauberhilfe bekommt. Bei uns gibt es keine Geheimnisse. Wir wollen schließlich spannende Rennen mit engem Ausgang fahren. Und das geht nur mit gleich schnellen Gegnern.