1986

Nach mehreren vergeblichen Anläufen und vielen Monaten ohne Clubraum hat der 1. Stolberger Automodell Club in der früheren Volksschule in Stolberg-Werth seine vorerst letzte Bleibe gefunden. Und wiederum mussten die Mitglieder ran. Die Räume mussten gestrichen und eine Rennpiste aufgebaut werden. Sie gehört bis heute zu den schnellsten Bahnen ohne Steilkurve in Europa (eine Runde von 30 Metern wird mit einem Gr.7 Fahrzeug in 2,23 Sekunden zurückgelegt!). Die Bahn hatte damals 5 Spuren und einen Spurenabstand von 14 Zentimetern. Die Stromversorgung erfolgte für jede Spur unabhängig, mit dicken LKW-Batterien. Dies garantierte gleiche Stromverhältnisse für alle Fahrer. Erstmalig in Deutschland wurden quer im Slot eingebaute Gabellichtschranken zur Zeitmessung verwendet.

Die Fahrzeuge wurden indes für viele Fahrer zu schnell, und vor allen Dingen zu teuer. Sehr viele Fahrer hörten mit dem Slotracing auf, auch in Stolberg. Einige Clubs lösten sich auf, es musste etwas geschehen. Bei einem Telefonat Anfang 1986 zwischen Kalle Stenten und Detlef Ohsiek – dem Vorsitzenden des damaligen Kölner Clubs in Brühl – wurde wie schon öfters philosophiert, über ein neues Auto aus den USA, das es für wenig Geld gab und das akzeptable Fahreigenschaften aufwies.

Nach einer Stunde stand fest, dass der Stolberger Club einen Testwagen erhielt. Es war ein „FlexiKar“ von Parma mit 16D-Motor zum Komplettpreis von 25 €. Einige Wochen später fand dann das erste Freundschaftsrennen zwischen Köln/Brühl und Stolberg mit „FlexiKars“ statt. Es machte großen Spaß für kleines Geld wieder mit halbwegs gleich schnellen Fahrzeugen Rennen zu fahren. Der geringe Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Fahrzeugen machte den Spaß beim Rennen aus, und nicht die Geschwindigkeit an sich. Da die anderen Clubs in Deutschland ähnliche Probleme hatten, waren nach weiteren Telefonaten eine Reihe Clubs gefunden, die bei einer neuen Serie mitmachen wollten. Kurzerhand gründeten Detlef Ohsiek und Kalle Stenten die Deutsche Flexicar Organisation DFxO.

1987

Beim einem offenen Rennen am 24. Mai 1987 wurde von Kalle Stenten mit einem Gruppe-7 Wagen ein neuer Bahnrekord aufgestellt: 27 Runden in einer Minute, das bedeutete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,6 km/h. Und das auf einer Bahn ohne Steilkurve!

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